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Itadakimasu
(
jap. Guten Appetit)
Zu
einem gemeinsamen Sushi-Essen
fanden sich die Mitglieder der Ju-Jutsu-Abteilung am 31.03.01 bei
unserer Ulla ein. Die meisten kamen schon am Nachmittag, um bei den
Vorbereitungen zu helfen und dabei auch einiges über
diese besondere Form der japanischen Küche zu
lernen.
Und da gibt es einige Dinge,
die neu für viele Europäer sind. Denn da Japan
Jahrhunderte lang weitgehend isoliert von der
restlichen Welt lebte, gewöhnten sich die Menschen
daran, sich nur mit Hilfe der eigenen Ressourcen zu
ernähren. Das Meer lieferte Fisch, Meeresfrüchte
und Seetang und auf dem Land baute man schon seit
alter Zeit Reis an. Das wichtigste Nahrungsmittel
neben Reis ist Fisch, der ja auch bei Sushi die
Hauptrolle spielt. Allein 100 bis 150 Sorten werden
täglich auf Japans größtem Fischmarkt in Tokyo
verkauft. Außerhalb sind vor allem die Fischrezepte
der japanischen Kochkunst bekannt. Sushi und Sashimi
stehen hier sicherlich an erster Stelle. Roher Fisch
wird auch in Europa immer beliebter. Die berühmten
Reishäppchen werden als Hauptgericht gegessen und
bestehen aus mit Essig gesäuertem Klebreis und
rohem Fisch, eingelegtem Aal oder Meeresfrüchten.
Auch wenn auch in den Großstädten Fast-Food auf
dem Vormarsch ist, wird die traditionelle Esskultur
überall liebevoll gepflegt. Dazu gehört auch die
ehrfurchtsvolle Haltung allen Lebensmitteln gegenüber,
die in alter Zeit als göttliches Geschenk
betrachtet wurden. Ganz wichtig für die
kulinarische Tradition in Japan ist die optisch
ansprechende Präsentation der Speisen, denn hier
gilt mehr als anderswo, dass das Auge mit isst.
Egal, ob man in ein kleines Imbisslokal geht, oder
ob man das Glück hat, ein Festessen im
Familienkreis zu erleben: Auf die sorgfältige
Auswahl der Zutaten, die gewissenhafte Zubereitung
und die Feinheiten der Dekoration verwenden
japanische Köche erhebliche Zeit und Mühe. Das
Essen selbst soll unverfälscht und natürlich
schmecken, so werden nur wenige Würzmittel
verwendet. In Japan gibt es keine ganz strenge Menüfolge.
Das einzige, was wirklich streng beachtet wird, ist
die Vielfältigkeit der Gerichte, denn jeder
japanische Koch ist stolz darauf, dass sich weder
die Zubereitungsmethode noch die Zutaten bei einem
Essen wiederholen.
In Familienkreisen gibt es
Sushi jedoch nur zu besonderen Anlässen, da die
Zubereitung etwas schwieriger ist und einige Mühe
erfordert. Deshalb halfen die Ju-Jutsu-Mitglieder
auch tatkräftig bei den Vorbereitungen mit; z.B. um
Gemüse zu schneiden, Sushi-Rollen herzustellen (was
nicht so schwierig war, wie das Mysterium darum
glauben macht), Miso-Suppe zu kochen oder
Fleischspießchen zu machen. Andere dekorierten fleißig,
um mit Sitzkissen, Tischschmuck und Lackschüsselchen
in ein gewöhnliches Wohnzimmer eine japanische
Atmosphäre zu zaubern.
Zwar war es etwas gewöhnungsbedürftig,
an niedrigen Tischchen auf dem Boden zu sitzen
(besonders Rainer tat das Kreuz schnell weh!), aber
letztendlich waren
alle schnell von dem außergewöhnlichen
Ambiente und der optisch ansprechenden Präsentation
begeistert. Auch die, die noch nie in den Genuss der
rohen Fischhäppchen gekommen waren, ließen sich
auf das Abenteuer ein, mit Stäbchen zu essen und
unbekannte Gerichte zu probieren. Die mitgebrachten
Getränke, wie Wein, Bier und Alkoholfreies waren
zwar nicht Original japanisch, trugen aber ihren
Teil dazu bei, dass eine gute Stimmung aufkam und es
ein gelungener Abend war. Die Gruppe bedankte sich
bei den Gastgebern für die Zubereitung der
kulinarischen Köstlichkeiten mit einer Flasche
Champagner und einem Buchgutschein.
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